Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Kaffee-Portfolio optimieren: Welche Bohnen für welche Zielgruppe?

Katharina Vogt · Zuletzt aktualisiert: 14.01.2026
Kaffeewissen | Bohnenkunde | Gastro & Business | Trends & Innovationen · 3 Min. Lesedauer

Ein gut durchdachtes Kaffee-Portfolio ist der Schlüssel zu zufriedenen Kunden, höheren Umsätzen und einem unverwechselbaren Profil für Ihr Café, Ihre Coffee Bar oder Gastronomie. Doch wie wählen Sie die richtigen Bohnen für Ihre unterschiedlichen Zielgruppen aus? In diesem Beitrag erhalten Sie praxisnahe Tipps, wie Sie Ihr Sortiment strategisch optimieren.

Kaffee, Kaffeebohnen und gemahlener Kaffee auf Tisch
Katharina Vogt
Katharina Vogt schreibt über Tee, Chai und Matcha im professionellen Umfeld. Ihr Schwerpunkt liegt auf Qualität, aktuellen Getränketrends und praxisnahen Lösungen für Gastronomie und Gewerbekunden.
Beitrag teilen!

Kaffee-Portfolio optimieren: Welche Bohnen für welche Zielgruppe?

Ein gut durchdachtes Kaffee-Portfolio ist der Schlüssel zu zufriedenen Kunden, höheren Umsätzen und einem unverwechselbaren Profil für Ihr Café, Ihre Coffee Bar oder Gastronomie. Doch wie wählen Sie die richtigen Bohnen für Ihre unterschiedlichen Zielgruppen aus? In diesem Beitrag erhalten Sie praxisnahe Tipps, wie Sie Ihr Sortiment strategisch optimieren.

1. Die Zielgruppe verstehen

Bevor Sie sich für bestimmte Bohnen entscheiden, lohnt es sich, Ihre Zielgruppe genau zu analysieren. Unterschiedliche Kundensegmente haben unterschiedliche Erwartungen: 

  • Kaffeekenner und Third-Wave-Enthusiasten: Wert legen sie auf Spezialitätenkaffee, Transparenz über Herkunft, Verarbeitung und Röstgrad. Hier sind Single-Origin-Bohnen oder saisonale Mikro-Lot-Röstungen besonders gefragt. 
  • Alltagskunden / Laufkundschaft: Häufig wünschen diese Gäste eine klassische, ausgewogene Tasse Kaffee, die jedes mal schmeckt. Mischungen mit mittlerem Röstgrad und ausgewogenem Aroma sind ideal.
  • Experimentierfreudige Gäste: Für diese Gruppe bieten sich innovative Mischungen, aromatisierte Bohnen oder Signature Blends an – perfekt, um saisonale Angebote oder besondere Drinks hervorzuheben.

verschiedene Kaffeetassen

2. Unterschiedliche Bohnen für unterschiedliche Zubereitungen

Die Wahl der Bohne hängt nicht nur von der Zielgruppe, sondern auch von der Zubereitungsart ab:

  • Espresso: Ein intensiver, ausgewogener Blend mit guter Crema sorgt für Zufriedenheit bei Espresso-Liebhabern und Gästen, die Cappuccino oder Latte Macchiato bestellen. Bohnen mit etwas höherem Robusta-Anteil können die Crema stabilisieren und den Körper verstärken. 
  • Filterkaffee / Pour-Over: Single-Origin-Bohnen mit klarer, fruchtiger Note eignen sich hervorragend, da sie die feinen Aromen der jeweiligen Herkunft zeigen. 
  • Cold Brew & Spezialgetränke: Hier funktionieren eher Bohnen mit niedrigem Säuregehalt und vollmundigem Geschmack, die auch kalt ihr Aroma entfalten.

3. Das Portfolio sinnvoll strukturieren 

Ein gut strukturiertes Portfolio muss nicht aus zehn verschiedenen Sorten bestehen. Vielmehr geht es um Strategie und Flexibilität: 

  1. Basis-Sortiment: Eine klassische Mischung mit ausgewogenem Profil, die konstant Qualität liefert und für viele Gäste passend ist.
  2. Premium / Spezialitäten: Ein bis zwei Single-Origin-Bohnen oder Spezialitäten für anspruchsvolle Gäste.
  3. Innovative Angebote: Saisonale Blends oder aromatisierte Bohnen für besondere Aktionen und Signature Drinks. 

Tipp: Kennzeichnen Sie die Bohnen im Menü klar nach Intensität, Geschmack und Herkunft – das unterstützt die Kaufentscheidung der Gäste.

4. Qualität und Konsistenz sichern

Eine durchdachte Auswahl ist nur dann erfolgreich, wenn Qualität und Konsistenz gewährleistet sind. Achten Sie auf: 

Frische Bohnen: Idealerweise innerhalb von 2–3 Wochen nach der Röstung verwenden. 

Richtige Lagerung: Dunkel und trocken – das bewahrt Aroma und Frische. 

Gleichbleibender Röstgrad: Ihre Stammgäste müssen sich auf den Geschmack verlassen können.

Fazit


Ein erfolgreiches Kaffee-Portfolio entsteht durch Strategie, Zielgruppenanalyse und sorgfältige Produktauswahl. Bieten Sie eine solide Basis, kombinieren Sie diese mit Premium-Angeboten und saisonalen Highlights – so decken Sie alle Gästetypen ab und steigern die Attraktivität Ihrer Getränkekarte. Mit einem klar strukturierten Sortiment können Sie nicht nur Umsatzpotenziale besser ausschöpfen, sondern auch Ihre Marke als kompetente Kaffeeadresse positionieren.

Datenschutz*