Was macht Matcha besonders?
Matcha unterscheidet sich deutlich von herkömmlichem Grüntee. Die Teeblätter werden einige Wochen vor der Ernte beschattet, wodurch die Pflanzen mehr Chlorophyll und Aminosäuren bilden. Das Resultat ist ein intensives Grün und ein charakteristischer Geschmack. Nach der schonenden Trocknung werden Stiele und Blattadern entfernt und die Blätter in Steinmühlen zu feinstem Pulver vermahlen.
Entscheidend: Beim Matcha wird das ganze Blatt konsumiert, nicht nur ein Aufguss. Deshalb ist Qualität besonders wichtig. Sowohl für den Geschmack als auch für Aroma und Farbe.
Qualität erkennen: Farbe, Textur und Geschmack
1. Farbe: Hochwertiger Matcha zeigt ein sattes Jade- bis Smaragdgrün. Gelbliche oder bräunliche Töne weisen auf ältere Blätter oder suboptimale Lagerung hin. Farbe ist ein einfacher und zuverlässiger Indikator bereits beim Öffnen der Verpackung.
2. Textur: Feinstes Matcha-Pulver fühlt sich seidig und glatt an, ähnlich Puderzucker. Körnige Partikel oder kleine Klümpchen deuten auf minderwertige Mahlung hin und erschweren Verarbeitung, z. B. für Lattes oder Smoothies.
3. Geschmack: Hochwertiger Matcha schmeckt mild, leicht süßlich und umami-lastig, ohne bitteren oder sandigen Nachgeschmack. Bitterkeit ist ein klarer Hinweis auf geringere Qualität, unabhängig von der Zubereitung.
Herkunft und Transparenz
Japanische Regionen: Die renommiertesten Matcha-Anbaugebiete sind Uji (Kyoto), Nishio (Aichi) und Kagoshima. Hier profitieren Sie von jahrhundertelanger Erfahrung und etablierten Anbaumethoden.
Transparenz ist entscheidend: „Matcha“ ist nicht geschützt. Jedes grüne Pulver kann so verkauft werden. Seriöse Anbieter dokumentieren Herkunft, Anbaumethode, Erntezeitpunkt und Qualitätskontrollen. Zertifikate wie Bio-Siegel oder Laboranalysen sind zusätzliche Qualitätsindikatoren.
Lagerung: Qualität langfristig sichern
Matcha ist empfindlich gegenüber Licht, Luft, Wärme und Feuchtigkeit.
Lagerung: Luftdicht, lichtgeschützt, kühl (idealerweise Kühlschrank)
Haltbarkeit nach Öffnung: ca. 4–8 Wochen, abhängig von Qualität und Verpackung
Vor Gebrauch: 10 Minuten akklimatisieren, um Kondensation zu vermeiden
Preis-Leistungs-Verhältnis
- Günstige Pulver: ab ca. 10 €/100 g, meist Culinary Grade
- Hochwertige Ceremonial Grade: 30–50 €/100 g oder mehr
- Pro Tasse: 0,10 € bis 1 €, je nach Qualität
Hochwertiger Matcha rechtfertigt den Preis durch sorgfältige Beschattung, manuelle Ernte und langsames Mahlen in Steinmühlen. Für den Einsatz in Getränken oder Rezepten kann auch ein gutes Mittelklasse-Pulver ausreichend sein.
Fazit
Für Unternehmen gilt: Farbe, Textur, Herkunft und Transparenz sind entscheidend. Matcha sollte sachgerecht gelagert und bei 70–80 °C zubereitet werden. Wer Qualität bewusst auswählt, kann seinen Kunden ein authentisches und hochwertiges Matcha-Erlebnis bieten, sowohl als puren Tee bis zum Latte.