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Kaffee im Wandel der Jahreszeiten

Katharina Vogt · Zuletzt aktualisiert: 26.01.2026
Kaffeewissen | Trends & Innovationen | Barista- & Fachwissen · 12 Min. Lesedauer

Wie verändern sich Trinkgewohnheiten über das Jahr und was bedeutet das für Ihr Kaffeeangebot? Unser Beitrag „Kaffee im Wandel der Jahreszeiten“ zeigt Ihnen, welche Sorten zu welcher Zeit gefragt sind und wie Sie Ihr Sortiment saisonal klug ausrichten – für mehr Relevanz, Zufriedenheit und Umsatz in Gastronomie, Büro und Unternehmen.

Kaffee im Wandel der Jahreszeiten
Katharina Vogt
Katharina Vogt schreibt über Tee, Chai und Matcha im professionellen Umfeld. Ihr Schwerpunkt liegt auf Qualität, aktuellen Getränketrends und praxisnahen Lösungen für Gastronomie und Gewerbekunden.
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Kaffee im Wandel der Jahreszeiten: Wie sich Trinkgewohnheiten verändern

Kaffee wird als konstante Größe im Alltag wahrgenommen. Die Tasse am Morgen, der Espresso zwischendurch oder der Kaffee im Gespräch mit Kolleginnen, Kollegen oder Gästen prägen in vielen Unternehmen den Arbeitsalltag. Betrachten Sie das Trinkverhalten genauer, zeigt sich, dass sich der Kaffeekonsum im Jahresverlauf deutlich verändert. Temperatur, Tageslicht, Arbeitsrhythmen und Nutzungs-Situationen wirken sich auf den Kaffeekonsum aus. Sie bestimmen, welche Zubereitungen und Geschmacks-Profile Anklang finden. Für Unternehmen eröffnet dieses Wissen die Möglichkeit, ihr Kaffeesortiment bewusster einzusetzen und besser an reale Bedürfnisse anzupassen.

Zwei dampfende Kaffeetassen im Schnee

Winter

In den kälteren Monaten spielt Kaffee eine tragende Rolle. In dieser Zeit trinken viele Menschen Kaffee langsamer, greifen zu größeren Tassen und bevorzugen Varianten, die als rund und dicht wahrgenommen werden. Filterkaffee, Caffè Crema oder klassische Espressi stehen im Vordergrund, da sie sich gut in Frühstücks-Situationen oder längere Arbeitstage integrieren lassen. In dieser Zeit greifen viele Unternehmen zu Kaffees mit ausgeprägtem Körper, nussigen und schokoladigen Noten sowie einer klaren Struktur. Solche Profile wirken vertraut und fügen sich gleichmäßig in den Alltag ein, ohne Aufmerksamkeit zu verlangen. Kaffees wie ausgewogene Arabica-Blends oder kräftigere Mischungen erfüllen hier eine klare Funktion und fügen sich unauffällig in den Tagesablauf ein.

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Hario - Kaffee Röster Retro - Tools
Eine handbetriebene Röstmaschine für bis zu 50g Bohnen. Ansprechend designed mit einer gläserenen Rösttrommel, lässt sich der Röstprozess einfach beobachten.
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Kalita - Dripper Stand
Pour Over Dripper StandFür Dripper und Glas Server.Material: StahlDie untere Ablage kann je nach Größe des Servers oder der Kanne angepasst werden.Geeignet für alle Kalita Dripper der Größe: 101/102/155/185
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Kalita - TSUBAME Stainless Steel Drip Pot Slim 700 W
Pour-Over Kanne aus Kupfer mit Holz GriffKapazität: 700mlHöhe mit Deckel ca.: 18,2 cmHöhe ohne Deckel ca.: 14,0 cmBodendurchmesser: ca. 97 mmHergestellt in Tsubame. Tsubame ist in der ganzen Welt bekannt für seine hochwertige metallverarbeitende Industrie. Die Gravur “Made in Tsubame“ zertifiziert diese Qualität.Die Kanne ist hergestellt aus Edelstahl und der schlanke Ausguss erlaubt maximale Kontrolle bei Ausschenken. Der Holzgriff liegt gut in der Hand und schützt vor Hitze.

Frühling

Mit dem Übergang in das Frühjahr verändert sich das Trinkverhalten spürbar. Die Tage werden länger, Pausen verschieben sich, Meetings finden häufiger informell statt. Kaffee begleitet den Vormittag nicht mehr nur nebenbei, sondern rückt stärker als bewusst genossenes Getränk in den Fokus. In dieser Phase gewinnen leichtere Röstungen und klarere Aromaprofile an Bedeutung. Filterkaffees mit transparenter Struktur, feiner Säure und floralen oder zitrischen Anklängen wirken frischer und passen besser zu einem Umfeld, das sich öffnet und bewegt. Ebenfalls rücken Single-Origin-Kaffees stärker in den Fokus, da sie Interesse wecken und Gespräche anregen, ohne komplex zu sein.

Kaffeetasse mit Frühlingsblühern umrandet

Sommer

Im Sommer zeigt sich eine weitere Verschiebung. Hohe Temperaturen verändern nicht nur den Geschmackssinn, sondern die Erwartungen an Getränke insgesamt. In dieser Phase greifen viele Menschen vermehrt zu schwarzem Kaffee, kleineren Portionen oder zu Cold Brew. Schwere, dunkle Röstungen verlieren an Attraktivität, während Kaffees mit klarer Linie und moderater Intensität bevorzugt werden. In Büros und Arbeitsumgebungen zeigt sich, dass entkoffeinierte Kaffees stärker nachgefragt werden, da sie zeitlich flexibler eingesetzt werden können. Entscheidend ist dabei nicht der Verzicht, sondern die Möglichkeit, Kaffee unabhängig vom Tagesverlauf anzubieten. Entkoffeinierte Sorten mit stabiler Aromatik und deutlichem Profil werden so zu einem festen Bestandteil eines zeitgemäßen Sortiments.

Kaffee Herbst am Fenster

Herbst

Der Herbst markiert schließlich eine Phase der Rückkehr. Routinen etablieren sich neu, Arbeitslasten steigen, und Kaffee übernimmt wieder eine klare Rolle im Alltag. In dieser Zeit finden vor allem Mischungen Anklang, die Tiefe bieten und ein geschlossenes Geschmacksbild zeigen. Kaffees mit nussigen, karamelligen oder röstigen Noten wirken vertraut und schaffen Kontinuität. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit für Abwechslung bestehen, sodass saisonale Akzente oder limitierte Kaffees gut integriert werden können, ohne das Grundangebot zu verändern.

Fazit


Für Unternehmen liegt der Mehrwert eines saisonal gedachten Kaffeesortiments nicht in ständigen Wechseln, sondern in einer bewussten, gut begründeten Auswahl. Entscheidend ist nicht der Wechsel an sich, sondern das klare Verständnis dafür, in welchen Situationen welcher Kaffee gefragt ist und welche Erwartungen damit verbunden sind. Ein konsequent aufgebautes Sortiment kann genau deshalb über das ganze Jahr bestehen bleiben und sich dennoch in seinem Fokus gezielt verschieben. Einzelne Kaffees rücken zeitweise stärker in den Fokus, während andere das Angebot gezielt ergänzen. Auf diese Weise bleibt das Sortiment übersichtlich, auch wenn sich das Nutzungserlebnis im Jahresverlauf wandelt. 

Kaffee im Kontext der Jahreszeiten zu betrachten heißt, ihn als festen Bestandteil des Arbeits- und Kommunikationsalltags ernst zu nehmen. Er verhält sich nicht statisch, sondern passt sich an Rahmen-Bedingungen, Stimmungen und Nutzungs-Situationen an. Unternehmen, die diese Dynamik bewusst einbeziehen, schaffen mehr als nur Abwechslung. Sie erzeugen Relevanz. Kaffee wird so zu einem beständigen Begleiter, der sich flexibel einfügt und dabei klar positioniert bleibt.

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