Die Getränkekarte im Spätsommer
Der Spätsommer ist die ideale Zeit, um deine Getränkekarte gezielt an veränderte Gästewünsche anzupassen und zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen. Erfahre, mit welchen saisonalen Drinks, Trendprodukten und Sortimentsideen du den Übergang in die Herbstsaison erfolgreich gestaltest.
Sommer läuft noch, aber nicht mehr voll
Iced Latte, Cold Brew, Lemonades. Das bleibt drauf. Aber du beobachtest genauer. Welche Drinks gehen noch 30 Portionen am Tag und welche nur noch 8? Alles unter 10 am Tag ist ein Kandidat für den leisen Rückzug.
Du nimmst diese Drinks nicht sofort runter. Du gibst ihnen weniger Sichtbarkeit. Auf der Karte rutschen sie nach unten. Auf dem Tresen stehen sie nicht mehr im Fokus. So verkaufst du weiter, ohne Platz zu blockieren.
Gleichzeitig kannst du die Rezeptur minimal anpassen. Weniger Eis, etwas mehr Körper. Ein Cold Brew mit einem Schuss Haferdrink statt komplett auf Eis wirkt schon runder und passt besser in den Übergang.
Erste warme Optionen, aber clever platziert
Jetzt kommt der wichtige Teil. Du bringst zwei bis drei warme Getränke zurück, ohne die Gäste zu überfordern. Keine große Herbstkarte. Nur gezielte Ergänzungen.
Ein Beispiel aus der Praxis. Du nimmst deinen klassischen Cappuccino und gibst ihm eine zweite Option. Mit einer leichten Sirup-Note, die nicht nach Weihnachtsmarkt schmeckt. Etwa Vanille oder ein dezenter Haselnuss-Twist. Produkte wie die Sirupe aus dem Rowdy-Sortiment lassen sich hier sauber dosieren. 5 bis 10 ml reichen oft schon. Mehr brauchst du nicht, sonst wird es zu süß und der Wareneinsatz kippt.
Wichtig ist die Platzierung. Diese Drinks gehören in die Mitte der Karte oder auf ein kleines Zusatzschild am Tresen. Sichtbar, aber nicht dominant.
Wareneinsatz im Blick behalten
Der Übergang ist auch eine Kostenfrage. Sommerdrinks haben oft einen höheren Wareneinsatz durch Früchte, Säfte und Eis. Wenn die Nachfrage sinkt, frisst dir das schnell die Marge.
Jetzt kannst du gegensteuern. Du reduzierst frische Komponenten, die schnell verderben, und setzt mehr auf haltbare Bausteine. Ein Beispiel. Statt einer frischen Zitronenlimonade, die dir am Ende des Tages wegkippt, arbeitest du teilweise mit vorbereiteten Basen oder hochwertigen Sirupen. Du sparst Zeit im Service und hast weniger Abschreibungen.
Wenn du pro Tag 2 Liter weniger wegschütten musst, sind das schnell 6 bis 8 Euro. Hochgerechnet auf den Monat bist du bei über 150 Euro. Ohne dass der Gast einen Unterschied merkt.
Prep neu denken
Im Hochsommer bereitest du viel kalt vor. Jetzt verschiebst du den Fokus leicht. Mehr Mise en Place für warme Getränke, weniger für große Batch-Produktionen. Das heißt konkret. Weniger fertige Lemonade im Kühlschrank. Dafür saubere, griffbereite Setups für Cappuccino-Varianten, Chai oder Matcha Latte. Produkte wie Chai von David Rio aus dem Rowdy-Sortiment können dir hier helfen. Du sparst Zeit pro Drink und bekommst eine gleichbleibende Qualität hin, auch wenn es wieder voller wird.
Team mitnehmen, nicht überfordern
Dein Team muss den Wechsel tragen. Also hältst du es einfach. Keine zehn neuen Rezepte. Zwei, maximal drei neue oder angepasste Drinks, die jeder blind kann.
Mach eine kurze Schichtbesprechung. Lass jeden Drink einmal ziehen. Sag klar, wann du ihn empfiehlst. Zum Beispiel morgens eher warm, nachmittags noch kalt. So entsteht automatisch ein besserer Verkauf, ohne dass jemand aktiv verkaufen muss.
Kommunikation ohne großen Aufwand
Du brauchst keine neue gedruckte Karte. Ein kleines Aufsteller-Schild reicht. Oder eine Ecke auf der bestehenden Karte mit “Neu ab jetzt”. Kurz, klar, verständlich.
Gäste reagieren gut auf Orientierung. Wenn du ihnen zeigst, was gerade passt, nehmen sie es dankbar an. Gerade in dieser Übergangszeit, wo das Wetter jeden Tag anders ist.
Fazit aus dem Alltag
Der Spät-August ist kein Cut. Er ist ein fließender Übergang. Du lässt den Sommer auslaufen und baust den Herbst Stück für Stück auf. Mit kleinen Anpassungen statt großem Umbau.
Wenn du es richtig machst, merkst du zwei Dinge. Weniger Abschriften im Kühlschrank und stabilere Umsätze pro Bon. Und genau darum geht es im Alltag hinter dem Tresen.
Spät im August ist der richtige Zeitpunkt. Du siehst es an der Nachfrage. Kalte Drinks fallen unter etwa 10 Portionen am Tag, warme Getränke ziehen wieder an. Genau dann startest du mit kleinen Anpassungen statt einem kompletten Wechsel.
Maximal zwei bis drei. Alles darüber bremst dein Team und macht den Ablauf unnötig kompliziert. Ziel ist ein stabiler Service, keine neue Karte. Wenige, gut platzierte Drinks verkaufen sich besser als viele halbherzige Optionen.
Du fährst frische, schnell verderbliche Zutaten langsam runter und arbeitest mehr mit haltbaren Komponenten. Beispiel: weniger vorbereitete Lemonade, dafür flexible Basen oder Sirupe. Schon 1 bis 2 Liter weniger Abschrift pro Tag machen auf den Monat einen spürbaren Unterschied im Ergebnis.
Ein kleines Schild am Tresen oder eine klare Platzierung auf der bestehenden Karte reicht. Wichtig ist Sichtbarkeit im richtigen Moment. Dein Team empfiehlt die neuen Optionen aktiv im Gespräch, vor allem bei unentschlossenen Gästen. So steuerst du die Nachfrage ohne großen Aufwand.